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Zelten auf Motutapu

Posted by maren on January 17, 2010 in Neuseeland |

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Motutapu

Ola Senoritas y Senores :)
Peter und ich sind soeben zurueck gekommen von Motutapu. Gestern morgen haben wir die Faehre um 9.15h zu der Insel genommen und wurden dort von einem netten Parkranger empfangen. Dieser Ranger hat uns zuerst einmal aufgeklaert ueber die Biosecurity: Die Neuseelaender sind sehr darauf bedacht, ihre eigene, natuerliche Flora und Fauna zu schuetzen. Da in Vergangenheit eingeschleppte Tiere/Insekten/Pflanzen dieses Land genauso schmackhaft fanden, wie die vielen Einwanderer, haben auch diese Organismen sich schnell in Neuseeland breit gemacht und leider die heimischen Arten verbannt. Neuseeland’s heimische Fauna besteht in erster Linie aus Voegeln, deren Bruteigenschaft es ist, Nester auf dem Boden zu bauen. Warum sollten sie sich auch die Muehe machen, auf Baeumen zu nisten, wo es doch keinerlei natuerliche Feinde gibt. Ergo sind alle moeglichen organischen Mitbringsel (Maeuse, Ratten, argentinische Ameisen etc.) gefaehrliches Biohazard Material, wurden wir von dem Parkranger aufeklaert. Wir mussten also in eine Art “Kabine” gehen und in dieser abgeschlossenen “Quarantaene” unsere sametlichen Sachen auspacken, um sie auf ungebetene Mitfahrer hin zu durchsuchen. Ungeziefer sollte direkt von uns mit Spray vernichtet werden (egal welches, weil das Risiko zu gross sei, dass ein gefaehrliches Insekt darunter sei, z.B. die argentinische Ameise…) wohingegen groessere Raeuber, wie eine Maus in die in der Kabine aufgestellten Fallen laufen wuerde.
Nach mehr oder weniger gruendlichen Inspektion unserer Rucksaecke und Taschen, sind wir zum Campingground gestiefelt und haben unser Zelt aufgebaut. Und da muss ich direkt mal sagen: es kam die hollaendische Natur in meinem Freund hervor. Wir hatten uns ja im Dezember ein neues Zelt gekauft, was wir bis dato noch kein einziges mal aufgebaut hatten. Eine Aufbauanleitung war auch nicht dabei. Aber Peter hat mit ein paar Handgriffen alles unter Kontrolle gebracht und flupps war das Zelt sicher aufgebaut. Praktisch fuer mich, so konnte ich mich gleich in den Bikini schmeissen und das wunderbar sonnige Wetter geniessen. Urspruenglich wollte Peter sich mit mir am ersten Tag faul an den Strand legen, aber schon nach einer halbe Stunde war Monsier langweilig und er schmiedete Plaene, wo er hin wandern wollte. Und da ich mich staendig an die langen und auessert leckeren gemeinsamen Essen erinnere, dachte ich mir, dass es nicht schaden koennte, wenn ich meinen Hintern auch ein wenig bewegen wuerde.
Wir sind also zum noerdlichsten Punkt der Insel gestiefelt, zum Billy Goat Point. Auf dem Weg da hin sind wir einer Kuhherde begegnet, die entlang der Wege graste. Zuerst war es mir ein wenig unheimlich an den grossen und massigen Viechern vorbei zu gehen (schliesslich koennten die uns mir nichts dir nichts platt machen, wenn sie es wollten), aber seltsamerweise hatten diese Wummen Angst VOR UNS! Wir wurden aeusserst suspekt beaeugt und wenn wir naeher als 3 m kamen, sind die Kuehe schnell vor uns weggelaufen, haha.
Das Wetter am Samstag war mal wieder vorzueglich. Wie man auf den Bildern unten sehen kann, war strahlender Sonnenschein und immer eine frische Brise, so dass man nicht allzu arg ins Schwitzen kam. Natuerlich haben wir uns mal wieder verbrannt, aber diesmal nicht weil wir uns nicht ordentlich eingecremt hatten. Wir vermuten, dass die Creme nicht mehr gut war (die war von letztem Jahr). Schoen doof von uns, aber beim naechsten mal wissen wir auch das besser.
Als wir abends wieder zurueck am Campingplatz waren, haben wir die Flasche Rotwein aufgemacht und gekocht. Schaut mal auf den Bildern: sieht gemuetlich aus, oder? Und so einfach das Essen auch war (wir hatten ja nur einen einzigen Topf), so lecker war es. Es gab Nudeln mit Mais, Cocktailtomaten und Kaese. Und zum Nachtisch gab es den letzten Lebkuchen von Oma und Opa. Wir hatten noch eine Packung Lebkuchen uebrig und die ist im Laufe des Abends in unseren Baeuchen verschwunden.
Nach Anbruch der Dunkelheit kam der Ranger nochmal rum und hat uns ein wenig von seinem zweiten Hobby erzaehlt: Astronomie. Der Sternenhimmel hier in NZ sieht ja komplett anders aus als der heimatliche Nachthimmel und ich habe nicht ein einziges Sternenbild erkannt. Aber dank einiger nuetzlichen Erklaerungen, werde ich in Zukunft das Kreuz des Suedens sicher wieder finden. Genauso die Verlaengerung mit dem “Celestial Pole” der die eigenliche Suedrichtung anzeigt. Orion werde ich auch wieder finden mit dem Stern Beetlejuice (das Sternbild steht hier uebrigens auf dem Kopf). Auch Alpha Centauri ist eigentlich recht markant am Himmel und sollte ich demnaechst ausmachen koennen. Gestern war auch Jupiter mit blossem Auge zu sehen und jede Menge Satelliten sind gestern auch an uns vorbei geschwebt :) Die diversen Nebel die er uns gezeigt hatte, konnte ich nicht so wirklich sehen und ich habe bereits jetzt schon wieder vergessen wie sie hiessen und wo genau sie am Himmel lagen und im Laufe des Jahres entlangwandern… auf jeden Fall war es eine sternenklare Nacht und jeder der mal eine Nacht am Meer verbracht hat, weiss wie beeindruckend die pure Anzahl an Sternen aussieht!
Zur Nacht selbst laesst sich nicht viel sagen, ausser dass ich besser als erwartet geschlafen habe. Ich habe das Zelten nicht in besonders guter Erinnerung, aber diesmal war es wirklich trocken, sauber und bequem im Zelt. Eine gute Anschaffung also, die wir mit Sicherheit noch mehrfach nutzen werden. Mama, wie schauts aus, zelten mit Peter und mir?? Haha!
So, ich pack mal weiter aus. Alles Liebe und bis bald! Schmatz.

1 Comment

  • Inga says:

    Hallo Ihr Lieben,

    so ein “Camping-Wochenende” in so traumhafter Umgebung kann man sich ja nur gut gehen lassen :) Tolle Fotos – siht aus wie im Paradies!

    GLG und bis bald,
    Eure Inga

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