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Paekakariki to Turangi to Whakapapa

Posted by maren on May 8, 2009 in Neuseeland |

Mannoman, diese maorischen Namen haben es ganz schoen in sich. Ich habe den Namen des ersten Dorfes, in dem wir uebernachtet haben, beim letzten mal falsch geschrieben. Paekakariki heisst es richtig. Von dort aus sind wir am Sonntag vormittag an der Westkueste entlang Richtung Norden gefahren. Nach ca. 50 Kilometern haben wir am Foxton Beach gehalten, wo wir am Strand ein hervorragendes Fruehstueck genossen. Es kam auch unerwarteterweise unsere gute alte Freundin, die Sonne vorbei, so dass ich mit den Fuessen ins Wasser gegangen bin. Das ist bei mir so ne Sache mit dem Strand: als alte Wasserratte liebe ich es, aus den Schuhen raus zu gehen und Sand und Wasser an den Fuessen zu spueren. So ja auch an diesem Tag. Von dieser Angewohnheit sollte ich allerdings einige bis heute waehrende Souvenire erhalten: hier in Neuseeland gibt es sogenannte Sandflies. Sandflies sind fiese kleine schwarze Fliegen, die einem in die Haut beissen. Das ist ja an sich schon aergerlich, aber noch schlimmer wird es mehr als 24 Stunden spaeter. Dann fangen diese Bisse an, uebel zu jucken. Und ich mit meiner empfindlichen Haut habe dicke dunkelrote Flecken bekommen. Unangenehm und aergerlich. Ein Glueck haben Marc und Raquel schon dank ihrer Erfahrungen in der Woche zuvor, schnell die Lage erkannt und wir haben direkt wieder unsere Schuhe angezogen und Hose runter gekrempelt… Wer weiss wie viele Stiche ich sonst noch bekommen haette. Jedenfalls haben wir uns nach dem Fruehtueck gleich wieder auf den Weg gemacht. An diesem Tag hatten wir naemlich die laengste Wegstrecke vor uns. Ich glaube, es waren etwa 300 km nach Turangi. Dort sind wir dann irgendwann am Nachmittag angekommen.

Turangi war deshalb unser Ziel, weil es dort ein D.O.C. Office gibt. D.O.C. steht fuer Department of Conservation und ist eine sehr hilfreiche Informationsstelle fuer alle Outdoorangelegenheiten. Am naechsten Tag stand bei uns naemlich die grosse Hikingtour an, der Tongariro Crossing. Der Tongariro Crossing gehoert zu einem der spektakulaersten Tageswalks Neuseelands (und das soll was heissen). Der Weg fuehrt zwischen den Bergen Mt Ruapehu und Mt Ngauruhoe entlang und man soll innerhalb eines Tages viele unterschiedliche Landschaften und Vegetationen sehen koennen. Ein guter Teil der Strecke ist alpin, man klettert also bis ueber die Schneegrenze. Wegen der Gefahren, die auf so einem Weg lauern koennen, sollte man nicht nur bestens ausgeruestet sein (Kleidung, Karten, Verpflegung), sondern sich vorher gruendlich ueber die Wetterbedingungen informieren. Das haben wir in Turangi gemacht. Und leider leider war das Glueck nicht auf unserer Seite: es war Regen angesagt und recht heftiger Wind. Der Regen ist nicht das Problem, aber Windgeschwindigkeiten von ueber 50km/h sind oberhalb der Schneegrenze nicht gerade kuschelig. Uns wurde also davon abgeraten, die Tour zu machen. Auch in den naechsten Tagen war keine Besserung des Wetters angesagt. Also mussten wir umplanen. Bei einem Nachmittagssnack in Marc und Raquels Campervan haben wir entschieden, dass wir dennoch eine Tageswanderung machen wollten, allerdings keine alpine, sondern ein Weg, der am Bergfuss entlang geht. Davon gibt es auch eine ganze Reihe, es fiel also nicht schwer, eine Alternative zu finden. Um am naechsten Tag frueh morgens losstiefeln zu koennen, mussten wir allerdings wieder eine Strecke zurueck fahren. Wir haben dann in Whakapapa ein sehr schoenes Motorhome gefunden. Ich weiss nicht, ob ich es schon erwaehnt hatte, aber das Reisen mit Campervans ist wirklich sehr angenehm hier. Es gibt sehr viele komfortable Motorparks. Das sind Campingplaetze fuer Campervans, mit Elektroanschluss, Wasserversorgung und meist auch Waste Disposal (fuer die Cameprvans mit Toilette). Desweiteren haben diese Motorhomes gut gepflegte sanitaere Anlagen und eine Kueche. Die letzten Fotos in der folgenden Galerie zeigen ein wenig von so einer Kueche. Marc und ich haben dort abends fuer uns 4 gekocht. Peter hat sogar ein Steak gegessen. :) Als Nachtisch hatten wir uns Muffins in den skurrilsten Farben geholt (siehe Foto). Raquel hat sich derweil im puzzlen geuebt, aber weit ist sie nicht gekommen. Stattdessen haben wir noch ein wenig Maumau gespielt und sind dann relativ frueh zu Bett gegangen. So, und fuer alle, die brav bis hier hin gelesen (oder zumindest gescrollt haben), kommen hier auch ein paar Bilder. Alles Liebe und viele Gruesse!

3 Comments

  • Marc says:

    Tja, das war was mit den Sandflies … meine Blindenpunkte am Handgelenk gehen jetzt so langsam nach 3 Wochen weg … sind echt fiese Tierchen. Wir haben jetzt alle Photos einmal transferiert und werden uns am Wochenende durch die Photos kämpfen. Unser Besuch kommt mir schon so lange her vor, dabei waren wir noch vor genau einer Woche am Cathedral Cove.

  • raquel says:

    ja ja und an meine am Fuss sind auch weg… und marc…wo waren wir 2 wochen vorher? :)

    ich habe fak a papa vermiesst….da war ja toll!!

    tolle photos! Ich freue mich tiersisch auf morgen wann wir uns ein kino session mit alle photos machen werden und ein best of Versuch machen….mal schauen wie lange ein best of photos dauern wird…schwer zu entscheiden

    Liebe Grüße and have a great weekend…are you going away this weekend?

  • Michael says:

    hei maren, hei pitter
    ne decke schmatzer füar üeren neuen bereech. woar sescher en meng aarbick – och füar dat paraatmaache vun dea bilda. doll watt me da sitt. es at schaad, dat iar net op de jrosse törn jonn kunnt. Äver watt willste maache, wenn dat wedda net metspillt? Dat met dea biiessende veescher ussemm sand es äsch jemein. hoffentlisch küsste baal dröver. benn at jespannt, wiet wiggerjeeht.
    jröss us de heimaat
    michael
    michael

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