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Frankfurt > Singapur > Sydney > Auckland

Posted by maren on May 18, 2008 in Neuseeland |

Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll. Vielleicht einfach von vorne und wie versprochen von der Hinreise. Die fing naemlich sehr geschmeidig an. Der Abschied von meinen Eltern am Siegburger Bahnhof verlief tapfer und die Traenchen wurden erst anschliessend verdrueckt. Ich bin das erste mal mit dem schnellen ICE nach Frankfurt gefahren und war eigentlich schon gespannt, wie es sich denn anfuehlt mit 300 km/h durch die Gegend zu duesen. Ich wartete also, bis der Zug mal richtig Gas gibt, als ich auf einmal auf einer Anzeige im Wagen las, dass wir bereits mit 311 km/h unterwegs waren. Mit anderen Worten: man bekommt die Geschwindigkeit gar nicht mit. Weder sieht es beim Rausgucken schnell aus, noch hoert oder spuert man das Tempo. Ich hatte aber nicht viel Zeit die deutsche Ingenieurskunst lange zu geniessen, denn nach gerade mal 39 Minuten war ich bereits in Frankfurt am Flughafen. Dort kam mir Clemens dem Wetter angemessen mit Shorts und T-Shirt entgegen (ich selbst hatte bei der Hitze lange und dicke Klamotten an, weil es koennte auf dem Flug ja kalt werden und ich ja hier sowieso in den Winter fliege und ausserdem die Jacke auf keinen Fall mehr in den Koffer gepasst haette…) und nahm mir mein schweres Gepaeck ab, das mich noch zusaetzlich zum schwitzen gebracht hatte. Ganz entspannt und routiniert fuehrte Clemens mich durch den Frankfurter Flughafen zum richtigen Schalter und nachdem wir gemeinsam eingecheckt und anschliessend was gefuttert hatten, klingelte auch schon Clemens Erinnerung im Handy, dass ich so allmaehlich zum Gate gehen sollte. Clemens: vielen Dank fuer Deine Hife und die Ablenkung von der Aufregung! Welchen Verstaerker Du Dir jetzt bald zugelegt haben wirst, kannst Du mir ja spaetstens erzaehlen wenn Du uns besuchen kommst :)

Die erste Teilstrecke von Frankfurt nach Singapur dauerte 12 Stunden. Das kam mir gar nicht so lange vor, denn gluecklicherweise hatte ich neben mir noch 2 Plaetze frei und ich konnte mich lang legen. So habe ich die Haelfte des Fluges schon mal gepennt. Die andere Haelfte war ich mit Essen beschaeftigt und mit Filme gucken. Das Unterhaltungsangebot auf so einem Langstreckenflug ist enorm. Ich hatte die Qual der Wahl und musste schon eine Auswahl treffen, welche Filme/Dokus/Spiele ich in der “kurzen” Zeit schaffen wuerde zu gucken… Aber noch was anderes: obwohl der Flug wirklich total problemlos war (keine Luftloecher oder Turbulenzen), kann ich auf einmal nachvollziehen, was Leute mit Flugangst empfinden. Ich habe mir das erste mal vergegenwaertigt, dass zwischen mir und 11.000 Meter Luft bis zum Boden eigentlich nur ein wenig Stahlkonstruktion ist, die unglaublicherweise ja nur von der schneller fliessenden Luft unter den Fluegeln getragen wird. So zumindest mein Wissenstand. Jedenfalls kam mir das ganze auf einmal ziemlich unsicher vor und die Wahrscheinlichkeit, dass gerade dieses Flugzeug, in dem ich sitze, abstuerzt, stieg in meiner Vorstellung ganz schoen an. Das ging sogar soweit, dass ich richtig Herzklopfen hatte. Ich musste mich also dazu zwingen ueberhaupt nicht darueber nachzudenken, wo ich mich gerade befinde, sondern einfach der Technik und dem Schicksal anvertrauen. Das hat dann ein Glueck bei mir auch rasch funktioniert. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie das fuer die Leute mit Flugangst ist, die genau dieses Gefuehl nicht abstellen koennen. Yvonne und Peter, Ihr beide seid wirklich durch die Hoelle gegangen!

Von Singapur nach Sydney war der Flieger dann vollstaendig ausgebucht. Das war aber nicht so schlimm, denn erstens wollte ich ja noch ein paar Filme sehen und zweitens dauerte diese Strecke auch nur 6 Stunden. In Sydney angekommen erfuhr ich erstmal, dass der Anschlussflug nach Auckland um eine Stunde nach hinten verschoben wurde. Aus der einen Stunde wurden dann direkt mal drei und im Endeffekt startete ich zu der Uhrzeit, zu der ich in Auckland haette landen sollen. Peter wartete also bereits seit mehreren Stunden am Zielflughafen auf mich, mit Blumen und Fotoapparat. Die Fotos hat er ja bereits beim letzten Artikel gepostet. Und ganz nach Raquels Kommentar zu meiner Nahaufnahme “somebody needs a nap” war ich trotz der 6 Std. Schlaf am Anfang einfach fix und fertig als ich ankam.

Peter liess es sich aber nicht nehmen, mich nach der Ankunft im Zimmer noch ein wenig durch Auckland zu fuehren. Seine Argumentation: wenn ich es schaffe, noch bis 21:00h wach zu bleiben, dann kaeme ich schneller in den neuen Rythmus rein. Gesagt, getan, wir sind also zu Fuss durch die Hauptstrasse (Queens Street) zum local FoodStore geschlendert und mir schwankte der Boden unter den Fuessen. Sei es nun wegen der Muedigkeit, der vielen neuen Eindruecke oder einfach dem langen Flug. Die ersten Eindruecke? Schoen. Auckland ist schoen. Viele Lichter nachts. Und viele Asiaten. Grossstadtflair. An der einen Ecke trommelnde und singende Hare Krishna Anhaenger, an der anderen kichernde asiatische Girlies. Und etwas ganz seltsames: hier in Auckland darf man an einigen Kreuzungen QUER ueber die Strasse laufen. Dann haben ALLE Autofahrer rot und die Fussgaenger ueberstroemen die grossen Kreuzungen. Querbeet. Bei einigen Ampeln ist sogar das gruene Fussgaengerzeichen animiert. Das mit dem look left und look right sitzt bei mir trotz einjaehrigem Londonaufenthaltes auch noch lange nicht, aber dank Peter und all den Schutzengeln, die ich mitgegeben bekommen habe, ist bis jetzt noch nichts gefaehrliches passiert.

Weitere Eindruecke? Auckland ist huegelig. Zwar sind die meissten Strassen geometrisch aufgebaut, aber kein Strassenverlauf ist eben. Damit ergibt sich schon die Frage, ob Auckland eine Fahrradstadt ist. Die Architektur in Auckland city ist grossstaedtisch. Hochhaeuser mit Glasfronten praegen die Skyline und die Strassen sind breit und mehrspurig. Aber immer wieder findet man zwischendrin auch kleine englisch aussehende Haeuser, in denen z.B. Pubs sind. Hmmm… aber ich habe eigentlich noch nicht genug gesehen, um diese Eindruecke klar wieder geben zu koennen. Ich verspreche an diese Stelle mal wieder ein paar Bilder.

Jetzt habe ich schon so viel geschrieben, dass fuer heute erstmal genug ist. Die vorbereiteten Fotos machen jetzt auch keinen Sinn, weil ich soweit mit meiner Berichterstattung gar nicht gekommen bin. Aber beim naechsten mal dann. Heute werde ich mich das erste mal alleine auf Aucklands Strassen begeben. Peter ist naemlich ganz fleissig auf der Arbeit und um 4 pm haben wir einen ersten Besichtigungstermin fuer eine Wohnung. Vorher gehe ich noch ein paar Sachen einkaufen. Heute gibts naemlich eine Premiere fuer Peter hier in Auckland: selbst gekochtes!

Unternehmenslustige Gruesse von uns beiden.

7 Comments

  • Peter says:

    Na das mit dem Selbstgekochten, ist nicht ganz richtig. Ich hab’ mich ein zwei mal wie ein kuckuckskind in eine Indische Familie eingeschlichen wo ich ein bisschen Indisches Essen abgestaubt habe. Ich denke das hat auch nur geklappt, weil die kleineste (2 Jahre) der Indischen Familie meine Brille toll fand. Zu denen habe ich uebrigens immer noch Kontakt und wir werden demnaechst ein paar Bilder nachschieben.

    So … Maren schlaeft schon wieder, und ich troll mich auch mal ins Bettchen. Maren wird weiter berichten.

    Gruss Peter

  • Raquel & Marc says:

    Querida cunhadinha & Peter,
    what a great travel diary! we just woke up & like children we immediatly run to pick up my iPod & anxiously read aloud the great Maren’s Adventure to get to NZ, which hopefully one day next year we will also be able to experience when we will visit you! We do have to ask what movies you have seen were you for comedy, or for documentary about Wales or if it was a new episode of Lost or fargo ?
    so @ this time you must be having Dinner& getting into Monday. ahhhh Mondayyy… Marc will go to Darmstadt till wednesday & i will go back to work. after 1week @home.im mixed up: on one hand its raining& dont feel like going back to a huge To Do’s List(typical sapient). on the other side it’s good to be in shape again & back to business!!
    after being shortly on the phone with Peter i just want shortly to share the great feeling of seeing Marc soo happy in drinking a Mass at the top of Andechs mountain Home Made Closter Andechs beer! marc was starting to be very funny, while i had to cope with a 0,5L Cola ( they dindnt had Cola light) and to cope with a husband telling jokes! then marc wanted to have another type of beer but we had no cash, so we walked down the mountain and after 20 mins we found the only Sparkasse available so Marc was sooo happy to get more Cash (more cash more beer :) ) till the maschine was out of service. so we walked further but could not find any bank, so we decided to return to the car & go to the Amersee pickup some cash & have a beer @biergarden by the lake. we were happyly by the lake: marc with a beer, me with a peppermint tee, when I realized I would love to have a cake from the typical conditorei in the corner.so there I was walking to the backer & thinking already what cake I would have when I get to the door and the lady had just closed the door! so while the church bells were ringing 6pm, I was seeing the lady closing its doors in front of my nose ( smelling the delicious cakes) and reading close at 6pm sartudays! oh well! what a luck! I returned to marc, brabeling with myself & bought a applecake “@ kiosks & felt great& listen to Marc jokes about my adventures in trying to fill in my sweet wishes! after 1,5H the beer was finished& we went home happily (marc happier than me of course) never realized it can fun not to drink alcohol & seeing its funny effects! that was the closter in andechs!
    so muitos beijinhos& great happy Monday for you!
    raquel & marc

  • Raquel & Marc says:

    :)

  • Michael says:

    Hei leve lück
    Näh, näh isch wees et net. Dat met üah Zick do unge in oakländ lier isch net. Wat had ia füren Zick, wenn et hia halve aach ovens es? Es et bei üch nu mondachs morjens fröh un ia pennt noch? Odde es et jez halve sex ovens un ia joat knaaschdisch grad wat mampfe. Wat hät de Pitter överhaup gekoch, als singe oorestern en oakländ ahnkoam? Un wann un wie jenau häd dea sing mariellsche di beröhmte froach jestellt? Treck als se doa woar odder jet spääder? Ejahl, isch hät et jarantiert jeknips, wenn isch doa jewessa wör. Äver su? Näh, näh isch wees et net. Su un nu wönsch isch üch en schöne zick, ejahl ob et nu morjens odde ovens bei üch es. Dinge Pa

  • ingrod says:

    hallo ihr beide gib ja viele neuigkeiten bei euch b
    von
    marc habe ich von eurer wohnung h
    gehört und mir diese im Internet angesehen ist js
    a unglaublich diese geschwindigkeit mit den ereignissen ich war heute mit klaus in düsseldorf beim world team cup war sehr interessant und unterhaltend gestern abend waren wir bei inga und holger zum grillen der m
    Neue grill ist einfach spitze ich glaube klaus wird sich auch so einen kaufr
    en so jetzt gehe ich schlafen küßchen

  • Yvonne says:

    Hallo Ihr Lieben,

    freue mich, dass alles so gut gelaufen ist und Maren ihre Angst wieder los werden konnte. Du musst mir mal sagen, wie man das macht! :-)

    Oh je, ich hatte ganz schön schlimme Kopfschmerzen nach unserem Abend und bin dann so halb sterbend nach Holland gefahren. Zum Glück musste ich mich ja dann nur noch an den Strand legen und schlafen. Das war einfach nur traumhaft. Aber scheinbar hat Maren am Mittwoch ja wohl tatsächlich das gute Wetter eingepackt … Unverschämtheit!
    Ich hoffe, Eure erste Wohnungsbesichtigung ist gut gelaufen, vielleicht habt Ihr ja sogar schon was Schönes gefunden.

    Ich muss jetzt mal wieder arbeiten. ;-)

    Liebe Grüße,
    Yvonne

  • maren says:

    Huhu Yvonne: das tut mir sehr leid, dass Du so Kopfweh hattest und den ersten Tag in Holland daher schlafend verbringen musstest… aber ich fand den Abend toll und ich hab mich wahnsinnig ueber das coole Portemonnaie und die Bilder gefreut. Das alles begleitet mich jetzt taeglich auf meinen Touren hier durch Auckland! Ach ja und vor allem: vielen vielen Dank fuer das Gedicht in dem Abschiedsbuch, das Inga gemacht hat. Ich hatte ja schon das Pipi in den Augen, noch bevor ich es geoeffnet hatte, aber bei Deinen und Schnittis lieben Worten wars vorbei. Waere Peter nicht bereits hier, haette sicher nicht viel gefehlt und ich haette alles abgeblasen…
    Liebe Gruesse zurueck! Denke an Euch!

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