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Einen Monat Brutto

Posted by Peter on May 1, 2008 in Neuseeland |

Hallo zusammen,

jetzt mal wieder was neues aus Auckland. Wahrscheinlich wollten die meisten von euch schon viel eher etwas darueber erfahren wie es auf meiner Arbeit ist, anstatt andauernd mit irgendwelchen Bier Tipps, oder Fastfood Geschichten billig abgespeist zu werden. Nun, der Grund warum ich davon bisher nicht berichtet habe ist recht simpel. Ich war nicht der Meinung, dass ein paar Tage repraesentativ fuer diesen Job sind, worin ich auch schnell bestaetigt werden sollte.

Die ersten Tage, ja sogar Wochen, waren extrem easy peasy. Man hat mir Zeit gegeben mich mit der Applikation vertraut zu machen und mich auch schonmal ein wenig im source code umzuschauen. Das ganze war schon etwas seltsam, weil ich das nicht wirklich als Arbeit empfinde. Als ich dann nach 8 Std. nach Hause gekommen bin, war ich alles andere als ausgelastet und mir war sogar streckenweise langweilig. Dann langsam, nach 2,5 Wochen wurden mir die ersten Aufgaben zugeteilt und, naja … das ganze wurde schon etwas anspruchsvoller, weil ich mich in fremden Code eindenken musste. Wer so was schonmal gemacht hat, weiss das es nicht immer einfach ist, das zu verstehen was sich irgendwer mit seinen ganz eigenen Gedanken zu diesem Programm gemacht hat und diese dann auch im Source-Code umgesetzt haben. Lange Rede kurzer Sinn, jedes Programmm ist ein neues Raetsel, wie das beim sogenannten “Bugfixing” nunmal so ist. Ich war war wohl nicht soo uebel darin (von der Zeitkomponente her gesehen), so dassich gegen Mitte der dritten Woche von Cheffe einen Stapel (und zwar einen grossen) Aufgaben bekommen habe. Damit war ich dann nach einer Woche fertig. Nun, man muss dazu sagen, die Aufgaben wurden schwerer. Viel schwerer und die Zeit die ich gebraucht habe kam mir wirklich extrem lange vor. Dann war es dann am letzten Dienstag soweit, dass ich eine wirklich grosse (aber auch geile) Aufgabe bekommen habe. Es handelt sich dabei um ein Key Feature in unserem Produkt, und es ist Hammer schwer fuer mich, da ich nicht wie urspruenglich gewohnt frameworks nutzen darf, die mir meine Aufgaben sonst extrem erleichtern. Was noch dazu kommt ist, dass ich durch das ewige Framework nutzen natuerlich eingerostet bin was mein Javascript angeht und ich mir das jetzt nochmal komplett neu aneignen kann (geht aber fuer mich zufriedendstellend schnell).

Wie sich der ein oder andere vielleicht denken kann, bin ich nun ziemlich geraedert wenn ich nach Hause komme und auch oft geradezu erschlagen. Natuerlich ist die Tatsache, dass genau VOR meinem Hotelzimmerfenster grade ein Gebaeude abgerissen wird, nicht wirklich foerderlich fuer einen guten Schlaf. Die Jungens fangen morgens um 6.30 an … und hoeren abends um 6.30 auf, 6 Tage die Woche. Wer jetzt denkt: “Kollege du bist doch eh tagsueber arbeiten.”, der hat zumindest fuer fuenf Tage der Woche recht, aber nicht am Samstag. Da ich Abends noch ausstehende Sachen fuer Deutschland hatte, und mich auch noch sehr gerne mit Maren unterhalte, bin ich oft erst sehr spaet ins Bett gekommen, was dazu gefuehrt hat, dass mein sonst schon nicht ueppiger Schlaf nochmal um 2 Std gekuerzt wurde. Heute habe ich dann ein anderes Hotelzimmer genommen und bin guter Dinge, dass es morgen hier ruhiger ist. Ausserdem habe ich einen Deal mit Cheffchen geschlossen, dass ich den Tag an dem Maren E N D L I C H ankommt, frei bekomme, so dass ich sie vom Flughafen abholen kann. Ich muss mir dafuer auch keinen Urlaubstag nehmen sondern kann das an einem Samstag vorziehen oder nachholen. Generell ist mein Cheff sehr fair und die Firma ist auch sehr Arbeitnehmer freundlich. Kann man nicht anders sagen.

So, nun mach ich aber Feierabend fuer heute. Ich bin schon wieder gut erschlagen und werde mir jetzt noch eine Dusche goennen um mich dann nachher ins Bettchen zu begeben. Gestern hatte Maren ihren letzten Arbeitstag und heute ist sie schon wieder beim Keller ausraeumen. Die Dame hat einfach Power! Ich muss an dieser Stelle nochmal meine (Hammer!) Freundin oeffentlich loben. Ich finde es toll wie souverain sie alles erledigt und mit wie viel Geduld sie diese ganze Sache durchzieht. Ich bin uebergluecklich, dass ich sie habe und ich freue mich wahnsinnig darauf sie in ein paar Tagen wieder in meine Arme nehmen zu koennen. Erst dann wird Neuseeland so richtig schoen fuer mich!

Gruss aus Auckland
Peter

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4 Comments

  • Marc says:

    Und das erste Mal haben wir hier besseres Wetter als Du ;-) … freut mich zu lesen, dass es mit der Arbeit voran geht & es Dich jetzt auch herausfordert …

    keep the ears stiff & until then ;-)

    Marc

  • Maren says:

    Stimmt: bei uns wird es jetzt so richtig schön sommerlich und Peter erzählt am Telefon andauernd, dass es in Neuseeland gerade regnet und dass er inzwischen eine Jacke braucht… :(
    Morgen in einer Woche gehts dann auch bei mir los. Auch wenn der Abschied schwer fallen wird, ich freue mich riesig darauf Peter wieder zu sehen und mit ihm erstmal Auckland zu erkunden!
    Grüße von Maren

  • Peter says:

    Na … ich muss dazu sagen, das wir die letzten zwei tage ein “ordentliches” wetter hatten und eigentlich keinen Regen. Wir haben im moment einen Klaren himmel mit 15 Grad.

    Das Maximale an Kalt was es hier gibt ist wohl so 11 Grad. Aber das muss dann schon tief, tiiiief im Winter sein. So die ersten zwei Julie Wochen. Ab dann gehts bergauf.

    Und dann haben wir euch wieder :)) Schon komisch das wir dann mal kurz fuer zwei Wochen in die Kaelte fliegen, oder ?

    Gruss aus dem (sonnigen) Auckland
    Peter

  • Inga says:

    Sehr geehrter Herr Katelaan,
    beste Grüße aus der Heimat! Schon ganz bald ist es so weit: die liebe Maren tritt die Reise an und kommt zu Dir und den Kiwis….hoffe es gibt bald mal wieder ein paar News auf dem blog – bin schließlich eine Frau und daher von Natur aus neugierig;
    Bis bald,Inga

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